Spurtreu Classics | Porsche 964 Cabriolet WerksTurboLook
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Porsche 964 Cabriolet WerksTurboLook

Automarke
Fahrzeuge
Beschreibung

Am 23. Juni 2020 schaute ich, wie fast jeden Abend, was die Online-Verkaufsplattformen im Bereich Porsche Neues zu bieten haben. Beim Durchscrollen der Angebote stellte sich schnell eine bedrohliche Schnappatmung gepaart mit taktlosem Herzrasen ein: Ein wunderschönes und seltenes 964 C2 Cabriolet im WerksTurboLook leuchtete auf meinem Bildschirm auf… Farbe: Schiefergrau metallic.
Das Lesen der Informationen zum Fahrzeug beruhigte mich nicht – im Gegenteil: 90.000km gelaufen, drei Vorbesitzer, gesamte Historie nachvollziehbar und bis zuletzt wurde das Cabriolet bei Porsche gewartet, was das Scheckheft belegt.
Worte, die jedem Porsche-Enthusiasten wie Öl den Rachen herunter gleiten. Schnell hatte ich Kontakt zum Verkäufer in Frankfurt aufgenommen. Dieser verkaufte den Porsche für seinen Freund aus Paris, da es „in Deutschland für ein solches Auto deutlich mehr Geld gibt“. Nachdem wir sämtliche Details über das Auto, die Lackstärken und die Antworten auf alle meine Fragen telefonisch und per WhatsApp ausgetauscht hatten, stand für den 25. Juni die Besichtigung in Frankfurt an. Eigentlich war schon alles klar und die Messe galt als gelesen – deshalb bestückte ich unseren Touareg direkt mit einem geschlossenen Anhänger und trat die Reise nach „Mainhattan“ an. Vor Ort angekommen wurde mir schnell klar: Treffer!
Vorbesitzer, Laufleistung, Historie – wie versprochen, alles passte! Keine Unfälle, Spaltmaße alle passend, 18“ Speedline-Felgen vom Turbo 3,6, Raffleder im Innenraum und keinerlei Spachtel auf dem Blechkleid. Mit der zweiten Lackschicht auf dem Auto kann ich aufgrund der geringen Lackstärken und der guten Oberfläche leben, lediglich die Beifahrertür scheint mal ein Dellchen gehabt zu haben. Im Innenraum geht es in gleicher Manier weiter: „Hat hier schonmal jemand drin gesessen?“ Die Polster weisen keinerlei Abnutzungserscheinungen auf und die Sitzwangen sowie das Armaturenbrett sahen damals bei der Werksauslieferung auch nicht besser aus. Ganz kleine Mängel: Die linke Taschenklappe an der Türverkleidung verliert ein wenig Farbe und in den Instrumenten lösen sich die Folien der Leuchten – komme ich mit klar, sind typische Krankheiten. Der Funktionscheck und die Probefahrt verliefen ohne besondere Vorkommnisse und bestätigten das äußerliche Erscheinungsbild: Spiegelverstellung, Verdeckelektrik, Heckspoiler und die Sitzverstellungen arbeiten tadellos, das Fahrwerk fühlt sich sehr straff an und es sind keinerlei Klappergeräusche wahrnehmbar. Auch der Antriebsstrang zeigt sich munter: Die Kupplung hat Biss, der Motor zieht gut durch und läuft sauber und das Getriebe ist erfreulich leise und knackig zu schalten. Kleiner Wermutstropfen: Die Heckscheibe ist noch die Erste und dementsprechend im Laufe der Zeit etwas erblindet, in einer Ecke der Scheibe befindet sich ein daumennagelgroßes Loch. Nach einer kurzen Preisverhandlung waren der Verkäufer des begehrten Objekts und ich glatt und wir luden das wunderschöne Cabriolet auf den Anhänger, um die Heimreise anzutreten. Die Überführung lief dank zehn-Zylinder Dieseltechnik im Zugfahrzeug und leeren Autobahnen reibungslos. Was mich sehr freut: Der 964 wird bei uns in der Wartung bleiben und zur Perfektion aufgearbeitet werden – Updates folgen hier…